Minecraft: Under the CONE!

Manchmal darf es in Minecraft etwas mehr sein. Mods, Data- und Ressourcepacks bieten viele Möglichkeiten. Manchmal ist aber weniger mehr. Deshalb entschieden wir uns vor einiger Zeit, auf unserem Minecraft-Server das Projekt “Under the CONE” zu starten.

Die Idee basiert auf dem Roman “Under the Dome” (bzw. “Die Arena” im deutschsprachigen Raum) von Steven Spielberg, in dem ein Kuppel-artiges Kraftfeld von einer Sekunde zur nächsten über einer Stadt erscheint. Wer die gleichnamige CBS-Serie gesehen hat, weiß, was dann mit Kühen geschieht.

Ich machte mich also auf, eine Kuppel zu bauen. Dazu verwendete ich selbst entwickelte Functions, die mir Kreise mit einem beliebigen Durchmesser bauen konnten. Eine Funktion für einen Kreis mit einem Durchmesser von 2 Blöcken sieht z. B. so aus:

    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~2 ~ ~0
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~-2 ~ ~-1
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~-2 ~ ~1
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~-1 ~ ~2
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~0 ~ ~2
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~-1 ~ ~-2
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~2 ~ ~1
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~-2 ~ ~0
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~2 ~ ~-1
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~1 ~ ~-2
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~1 ~ ~2
    clone ~ ~-1 ~ ~ ~-1 ~ ~0 ~ ~-2

Ich legte also los und fing irgendwo in der Luft an. Radius 2. Dann ein Block tiefer. Radius 3. Wieder ein Block tiefer. Radius 4. So ging das eine ganze Weile bis zum Radius 99. Ab dann baute ich einfach mit Radius 99 weiter bis zum Bedrock.

Erst als ich wieder hoch flog und mir die Sache von oben ansah, wurde mir klar, dass ich so keine Kuppel bauen konnte. Ich baute einen Kegel. Aus purer Faulheit wurde aus Projekt “Under the Dome” also “Under the CONE”. Das Ergebnis lässt sich dennoch sehen:

Dem geschulten Auge wird nun sofort auffallen, dass da Löcher in der Kuppel sind. Das war keineswegs geplant und kam zwangsläufig durch die Art, wie die Kreise gebaut werden. Es stellte sich aber heraus, dass so Regen durch den Kegel kommt, was beim Angeln hilfreich ist. Auch Schnee konnten wir so regelmäßig abbauen.

Ganz ohne Regeln kamen wir dann aber trotzdem nicht aus:

Tatsächlich macht es ziemlich viel Spaß, mit weniger auskommen zu müssen und sich selbst zu beschränken. So muss man kreative Wege finden, um an sonst simple Ressourcen zu kommen – und das ohne Mod! 😱.

Einfachstes Beispiel sind Villager. Normalerweise marschiert man einfach in irgendeine Richtung bis ein Dorf auftaucht. Nun musste man auf Villager Zombies hoffen, diese entführen und mit einem goldenen Apfel verwandeln.

Auch wenn die Erzader der Träume in Reichweite war, war sie oft doch so weit entfernt:

Die harte Arbeit zahlt sich trotzdem aus und führt zu einem neuen Minecraft-Erlebnis, das noch befriedigender ist als je zuvor. Bis auf Kakteen und damit grüne Farbe konnten wir uns alle Ressourcen irgendwie erschleichen. Wir haben auf jeden Fall viel über Details der Spielmechaniken gelernt und darüber, wie man sie geschickt ausnutzen kann.